Multi-Talent Ackerbohne

Heute nehmen wir einmal die vielseits begabte Ackerbohne (Vicia faba) ins Visier. Sie wird auch Puffbohne, Saubohne, Schweinsbohne, Favabohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Pferdebohne, Viehbohne oder Faberbohne genannt, ist aber mit den herkömmlichen Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris) nur weitschichtig verwandt.

Diese Woche kommt die dritte Nutzungsart dieser Bohne zum Zug: Neben ihrer bodenverbessernden Wirkung als Gründüngungspflanze und den Spitzen als Gemüse (war in den letzten Kisterln), kann man auch die Bohnen in den weichen Hülsen essen. (Die vierte Nutzungsart ist dann Viehfutter.)

Die Puffbohne ist eine himmelalte Nutzpflanze (erste Nachweise in Nazaret/Israel ca. 7000 v. Chr.), war lange Zeit auch in Mitteleuropa ein Hauptnahrungsmittel und wichtige Proteinquelle. Zu Recht: Kombiniert mit Getreide deckt sie alle wichtigen Aminosäuren perfekt ab.

In den letzten Jahrzehnten geriet sie etwas in Vergessenheit und wird nun aber wiederentdeckt; viele prominente Köche haben sie wieder in ihrer Zutatenliste.

Die Ackerbohne kann wie Erbsen zubereitet werden. Beispielsweise gedünstet mit etwas Salz und Butter als Zuspeise kann man den Eigengeschmack der Puffbohne einmal gut austesten. Man kann sie auch in der Hülse beim Erdäpfelkochen oben drauflegen und wenn die Erdäpfel feritggekocht sind ebenfalls rausnehmen, aus der Hülse lösen und pur oder mit etwas Salz und Butter genießen. Im Land der Gourmets (Frankreich) wurde wich sie nie vom Speiseplan – in Jonathans Familie wurden die frischen oder gedünsteten Puffbohnen immer auf ein mit Salz berieseltes Butterbrot gelegt und so verzehrt. Viele weitere Rezepte findet man im Internet und eins bei den Rezepten in Brief 5 (unter „Weiterlesen“).

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