Farbenspiele und Saatgut

Tomatensamen zum vergären aufgestellt, um samenübertragbare Krankheiten zu vermindern und die Schleimschicht abzubauen, damit sie keimfähiger werden

Tomatensamen zum Vergären aufgestellt, um samenübertragbare Krankheiten zu vermindern und die Schleimschicht abzubauen, damit sie keimfähiger werden

Und hier hängen die Samen schon zum Trocknen auf der Leine...

Und hier hängen die Samen schon zum Trocknen auf der Leine…

...um nächstes Jahr wieder für Gaumenfreuden zu sorgen!

…um nächstes Jahr wieder für Gaumenfreuden zu sorgen!

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Fotogene Zucchini-Vielfalt

Liebe Zucchini-Fans!

Unser Vielfaltsschwerpunkt liegt heuer neben den Sommerspinaten (Mangold, Neuseeländer Spinat, Eiskraut und Erdbeerspinat) auf den formenreichen Zucchini. Wir hoffen, ihr freut euch alle heuer besonders über die Zucchinischwemme, wo wir gerade mittendrin sind, damit ihr endlich alle 19 Sorten durchprobieren könnt! 😉

Unsere Zucchini haben klingende Namen wie “Gold Rush”, “Black Beauty”, “Bianco di Sicilia”, “Zloty Cepelin”, “Tondo di Piacenza” oder “Patisson Disco” und sind länglich, birnenförmig, rund, ufo-förmig in den Farben Gelb, Grün, Weiß, Creme, Ocker, gestreift, gesprenkelt, etc… Seht selbst wie fotogen sie sind!

zucchini vielfalt

Wir sind schon sehr gespannt auf Verkostungsergebnisse und Rückmeldungen, ob und welche Unterschiede geschmeckt werden, welche optisch am meisten ansprechen, in der Küche gut zu handhaben sind, kurzum: auf welche Zucchini-Sorte wir nie mehr verzichten sollen und welche wir besser wieder aus dem Programm nehmen sollten…

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Für alles ist ein Kraut gewachsen

kräuterLiebe KräuterfreundInnen!

In fast jeder gemüsefreude Ernte finden sich irgendwelche frischen Kräuter. Viele von euch schätzen diesen „Kräuterbonus“ sehr und das zu Recht. Denn Kräuter:

  • besitzen meist die vielfache Menge an Vitaminen, sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, ätherische Öle, Aromastoffe, etc. als sonstige Lebensmittel.
  • haben oft eine bestimmte positive zusätzliche Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden (> Heilkräuter).
  • erweitern die Abwechslung und Vielfalt in der täglichen Ernährung.
  • sind vielfältig einsetzbar (frisch, tiefgefroren oder getrocknet, im Smoothie oder als Sirup, zum Würzen oder Heilen, etc.).
  • geben vielen Gerichte das gewisse Extra: Z.B. finde ich eine Erdäpfelsuppe mit Bohnenkraut („Boazkreidl“) gleich doppelt so g’schmackig.
  • und machen in vielen Speisen auch „Sinn“: So hilft Kümmel in Krautgerichten bespielsweise bei der Verdauung und lindert Blähbeschwerden; Krautfleckerl, Stöckelkraut, Krautsalat & Co. werden traditionellerweise tatsächlich mit Kümmel gewürzt. Basilikum wiederum ist appetitanregend und verdauungsfördernd und deshalb besonders für Vorspeisen geeignet (z.B. im „Caprese“).

Würzige Grüße, Jonathan und Magdalena

 

PS.: Wir haben neue Haustiere!
Also eigentlich sind es gar nicht unsere, sondern von einem lieben Ernteteiler geliehen… Und es sind nicht nur ein paar, sondern so ca. 50.000 Stück.
Unsere Gründüngung und unser Blühstreifen haben’s ihnen besonders angetan. (Dort surrt es so laut, dass sich hoffentlich die Nachbarn nicht wegen Lärmbelästigung aufregen…). Und uns beeindrucken diese Tierchen wiederum mit ihrer unglaublich wichtigen Rolle in der Natur und der Landwirtschaft.
Na, um welche Tiere handelt es sich hier?

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All you can eat

KohlrabiEssen kann man alles, was nicht giftig ist und was schmeckt, sag ich immer (und manchmal kommt’s auf die Dosis an). Das heißt für’s Gemüse, dass eigentlich viel mehr Teile der Pflanze essbar (und schmackhaft!) sind, als weitläufig bekannt. Vor allem Frühlingsgemüse ist oft als Ganzes verzehrbar. Und wenn man weiß, welche Arbeit hinter jeder einzelnen Pflanze steckt, dann findet man es auch fast schade, an und für sich gute Teile wegzuschmeißen…

Um ein paar Beispiele der aktuellen Ernte zu nennen:

  • Beim Kohlrabi beispielsweise könnte man eigentlich die ganze Pflanze essen. Wobei ich es natürlich bevorzuge die holzige Schale wegzuschneiden, aber zur Spitze hin schäle ich ihn dann nicht mehr, da die Schale dort eh weich ist und auch die kleineren Blätter verkoche ich.

  • Beim Salat kann man auch den inneren Stängel essen. Bei einer Salatart, nämlich dem Spargelsalat (kommt im Juli ins Kisterl…), wurde der Stängel sogar extra fett und lang herausgezüchtet.

  • Bei Frühlingsknoblauch und -zwiebel ist es sowieso ein Muss, ihn von Kopf bis Fuß zu verspeisen. Die grünen Spitzen (Zwiebelringerl bzw. Knoblauchspitzen) unbedingt auch essen (vitalstoffreich & gschmackig!), wie Schnittlauch verwenden (z.B. Salat, Butterbrot, Aufstrich, Dip, Suppe,…) oder mit anderem Gemüse mitdünsten.

  • Bei Radieschen kann man auch die Blätter essen: Kleingeschnitten im Salat oder Aufstrich, im Smoothie, gedünstet oder mit etwas Öl und Salz im Rohr zu Chips getrocknet.

Dasselbe gilt für viele weitere Gemüse wie: Sellerie (Kraut), Brokkoli (Stängel und Blätter), Karotten (Kraut, aber nicht in rauen Mengen), Rauna (Blätter), Fenchel (Grün), Puffbohnen (Spitzen), usw. usf.

Und sollten die Teile zu hart, holzig oder sonst was sein, kann man sie trotzdem oft noch als Geschmackspender in Suppen mitkochen – wenn man die Muße hat.

Bei einigen anderen Gemüsearten (z.B. Nachtschattengewächse wie Tomate, Paprika, Erdäpfel, etc.) sei einem aber geraten, nur in die Früchte bzw. Knollen zu beißen, und das oft auch nur gekocht, da v.a. die grünen Pflanzenteile leicht giftig sind…

Unnverschwenderische Grüße, Jonathan und Magdalena

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Wertvolle Inhaltstoffe in Gemüse schwinden

OLYMPUS DIGITAL CAMERALiebe vitaminsüchtigen GemüsefreundInnen!

Wir haben kürzlich eine höchst interessante Studie von kanadischen, amerikanischen und britannischen Forschern entdeckt: Obst und Gemüse hat zwar viel mehr Ertrag als vor 50 Jahren, aber 2 bis 100 Mal weniger Vitamine und Mineralstoffe! Um z.B. dieselbe Menge an Vitamin C zu sich zu nehmen, müsste man für 1 Apfel vor 50 Jahren heute 100 Supermarktäpfel essen, für dieselbe Kalziummenge muss man 4mal mehr Brokkoli essen und das gleiche gilt für Vitamin C, Antioxidantien und Betakarotine in modernen Tomatensorten. Auch der Mineralstoffgehalt in Getreide und Fleisch ist drastisch gesunken. Je höher der Ertrag, desto geringer der Nährstoffgehalt.

Wir gehen davon aus, dass unser Gemüse und Obst zum Glück eher dem vor 50 Jahren entspricht, da wir alte, vielfältige, eher weniger ertragreiche, dafür geschmackvolle Sorten verwenden (und keine schnellwachsenden Hybrid-Sorten – siehe letzter Brief) und auch arbeitstechnisch eher wie vor 50 Jahren arbeiten (bodenschonend, verwenden nur hofeigene Dünger und davon nicht zuviel, keine Pflanzenschutzmittel, etc.). Außerdem versuchen wir alles wirklich reif zu ernten und arbeiten nicht mit modernen Lagertechniken (wie z.B. klimagesteuerte Lager mit kontrollierter Atmosphäre). (Artikel nachzulesen auf Spanisch unter http://www.explicitoonline.com/2015/01/24/por-que-comer-una-manzana-en-1950-equivale-100-manzanas-de-hoy-un-estudio-sobre-el-rendimiento-agricola-y-su-impacto-en-la-alimentacion/

All das schnelle Wachstum und die ganzen Ertragssteigerungen bringen also gar nichts (außer mehr Gewicht auf der Waage) – weniger ist mehr!

Grüße in Hülle und Fülle, Jonathan und Magdalena

PS.: Liebe ErnteTEILERInnen im wahrsten Sinn des Wortes: Wir sind beim letzten Ernteanteil dieser Saison (2014) angelangt. Wie ihr wisst, wird in unserer „gemüsefreude“ alles geteilt, sowohl die Kosten als natürlich auch die Ernte. Die Kosten habt ihr schon geteilt, und die Ernte verteilen wir laufend. Wie ihr ebenfalls wisst, war die Ernte heuer bei einigen Gemüsearten ganz besonders üppig und so teilen wir drei Wochen länger als geplant (ohne zusätzliche Kosten für euch). Die gute Saison freut uns natürlich auch sehr und wir hoffen auch nächstes Jahr wieder auf eine gute Ernte!

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Erste Hochrechnung

Spitzenkandidat der Grünen

Spitzenkandidat der Grünen

Jedes Jahr führen wir eine Evaluierung mit unseren ErnteteilerInnen durch, um unseren Anbauplan in der darauffolgenden Saison den aktuellen Vorlieben anzupassen.

Nun können wir auch schon eine erste „Hochrechnung“ der heurigen Evaluierung präsentieren:

Es beginnt gleich mit einer kleinen Überraschung – Die Grünen liegen auf dem ersten Platz! Kräuter, Grünkohl, Gurken, Brokkoli, Spinat, Kressen, Lauch und Co. wollen 2015 noch mehr gegessen werden.

Die Sommer-Allianz unter der Führung der starken, nicht nur roten Tomate mit weiteren wärmeliebenden Partnern (Paprika, Melanzani, Zucchini) und das GOBB (Gelb-Oranges-Basis-Bündnis) erfreuen sich gewohnter Beliebtheit. Nach enormen Zuwächsen vor einem Jahr pendeln sie sich nun aber auf relativ stabilem (hohem) Niveau ein.

Die Schwarzen mit ihrem polarisierenden Spitzenkandidat „Radi“ schaffen die 1%-Hürde gerade noch, die Unbekannten Blauen bleiben im Null-Bereich.

Die Wahlbeteiligung war erfreulicherweise hoch. Details und konkrete Analysen folgen in Kürze.

Auswertende und wertschätzende Grüße,

Jonathan und Magdalena

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Was alle Menschen wissen sollten…

Sicher keine Hybrid-Tomate...

Sicher keine Hybrid-Tomate…

Hybrid-Auto, Hybrid-Baustoff, Hybrid-App, Hybrid-Kapital, Hybrid-Gemüsesorten. Grundsätzlich sind Hybride, also „Gebündeltes, Gekreuztes oder Gemischtes“ (wikipedia), ja keine schlechte Idee; Synergien können ausgenützt werden, die besten Eigenschaften vereint werden oder sich ergänzen. Aaaber: Im Gemüsebau (und in der Landwirtschaft allgemein) haben wir gegenüber „Hybriden“ so unsere Bedenken.

Hybrid-Sorten sind Pflanzen, die aus zwei Inzucht-Stammlinien gezüchtet werden, viel schnellen Ertrag bringen, aber nicht weitervermehrt werden können (oft mit „F1“ gekennzeichnet). Dazu kommt, dass das meiste Hybrid-Saatgut weltweit von wenigen großen, also besser gesagt riiiesigen Agrarkonzernen vertrieben wird (z.B. Monsanto, DuPont, Syngenta, Bayer, Pioneer,…).

(Nebenbei: Aktuell wollen diese Konzerne mit Hilfe der EU die Samen- und Ernährungsvielfalt auf ein überschaubares Maß eindämmen und patentieren, und ihre Macht auch noch per Gesetz in der zur Zeit diskutierten Erneuerung der “europäischen Saatgutverordnung” zementieren.)

Wenn das (von wenigen Firmen kontrollierte) Saatgut nicht weitervermehrt werden kann und viele Bauern und Bäuerinnen dieses Hybrid-Saatgut verwenden, geben sie sich und alle, für die sie erzeugen, in eine gefährliche Abhängigkeit. Denn stellt euch mal vor, was passiert, wenn immer mehr LandwirtInnen nur mehr Hybrid-Saatgut weniger Sorten verwenden? Die Agrarkonzerne können dann machen, was sie wollen. In unseren Augen gefährlicher als so manch andere in den Medien titulierte Gefahr…

Natürlich kann man hier nicht einfach die Verantwortung den Bauern und Bäuerinnen zuschieben. Auch bzw. vor allem KonsumentInnen können was tun. Schnellwachsende, ertragreiche Feldfrüchte sind natürlich billiger zu produzieren und der Preis ist nun für die meisten das Hauptaugenmerk beim Einkaufen. Den zukünftigen Generationen zuliebe sollten wir alle nicht nur auf den Preis schauen, sondern sooft wie möglich hinterfragen, wer wie wo mit was produziert und unsere Kaufentscheidung danach richten.

Diese Ernährungs-Souveränität ist nicht nur hierzulande, sondern weltweit in Gefahr. Lamine Biaye z.B. von der senegalesischen Vereinigung der Produzenten bäuerlichen Saatguts meint auf die Frage, was die größte Gefahr für die Bauern in seinem Land darstellt: „Wir kämpfen derzeit gegen zwei große Bedrohungen. Zum einen verlieren die Bauern Wissen über ihr Saatgut. […] Großkonzerne bringen die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht. Sie ködern Kleinbauern mit Hybridsaatgut, so dass diese aufhören, ihre traditionellen Sorten anzubauen. Aber die Hybridsorten können die Bauern nicht selbst vermehren, sie müssen das Saatgut immer nachkaufen, die Pflanzen sind empfindlicher, benötigen viel Pestizide und Dünger und so ist das für die Bauern langfristig ein Minusgeschäft. Nur durch den Anbau lokaler und angepasster Sorten können Bauern unabhängig von großen Konzernen bleiben.

Zum anderen verlieren wir unser Land und damit unsere Lebensgrundlage. Ausländische Investoren kaufen Anbauflächen in Afrika – und unsere Regierungen lassen es zu. Ich frage mich, ob überhaupt noch genug Land für unsere Kinder da sein wird?“ (Zum Thema „Land grabbing“ ist die kürzlich prämierte Doku des Österreichers Hubert Sauper „We come as friends“ sehr empfehlenswert.)

Eine weitere Gefahr des Hybrid-Saatguts ist die Verarmung der genetischen Vielfalt. In den vergangenen hundert Jahren haben wir bereits weltweit etwa 75% der landwirtschaftlich genutzten Vielfalt verloren. Mit der Ausbreitung der Hybridsorten wird 10.000 Jahre altes Kulturgut ausgelöscht, das sich über lange Zeit bewährt hat. Und ein riesiges Potential an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten wird verschenkt, um die Landwirtschaft an aktuelle bedrohliche Herausforderungen wie den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anzupassen. Weit besser für unser aller Ernährungssicherheit ist es, viele verschiedene Sorten zu haben, auf die man im Fall der Fälle zurückgreifen kann. Der Anbau vielfältiger Sorten streut auch das Risiko eines Ernteausfalls.

Was uns an Hybrid-Sorten weiters – im wahrsten Sinn des Wortes – nicht schmeckt, ist, dass diese Sorten meist einen weniger intensiven Geschmack haben (und laut Studien anscheinend auch weniger Vitamine und Mineralstoffe). Kein Wunder, wenn sie so schnell wachsen müssen…

Wir verzichten aus all diesen Gründen auf jegliche Hybrid-Samen und bedienen uns nur an wieder vermehrbaren, sogenannten „samenfesten Sorten“. Nachteil ist, dass unser Gemüse viel länger zum Wachsen braucht und heterogener ist (also nicht so einheitlich, wie ihr sicher schon oft bemerkt habt). Bei manchen Sorten wie z.B. Brokkoli und Karfiol ist es dann im Gegensatz zu Hybrid-Gemüse besonders schwierig, diese zum Verkauf (bzw. bei uns „zum Verteilen“) anzubauen, da sie sehr ungleichmäßig reif werden (über Wochen verteilt) und nur kleine Rosetten ausbilden (die aber dafür öfter beerntet werden können). Jetzt wisst ihr auch, warum es immer nur wenige und kleine Brokkoli- und Karfiol-Portionen gab und dieses Gemüse für uns eine besondere Herausforderung ist…

In der EU hat Hybrid-Gemüsesaatgut aber bereits einen Marktanteil von über 90%. Im Regelfall sind alle Gemüsesorten, die man so in einem 0815-Supermarkt findet (auch im Bio-Bereich), Hybridsorten… Wenn wir sie nicht mehr kaufen, wird es sie nicht mehr geben.

Weitere Infos: http://www.saatgutkampagne.org, http://www.vielfalterleben.info, http://www.arche-noah.at, http://www.freievielfalt.at

Samenfestes Saatgut gibt’s z.B. bei http://www.reinsaat.at, http://www.ochsenherz.at, http://www.dreschflegel.de, http://www.bingenheimer-saatgut.de, http://www.arche-noah.at.

Sicher keine hybriden Grüße,

Jonathan und Magdalena

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Navet – wer, was ist das?

In diesem Kistl ist ein für die meisten wahrscheinlich eher neues Gemüse dabei: der Navet (sprich „Navee“) auch Mairübe, Teltower Rübchen oder Navette genannt. (Mairübe deshalb, weil er entweder im Mai/Juni oder eben im Herbst Saison hat.) Er ist mit der Speiserübe verwandt und hat einen leicht scharfen, würzigen Geschmack, der für manche anfangs gewöhnungsbedürftig sein kann. 

Der navetsNavet ist eine alte Kulturpflanze, die schon in der Antike genutzt wurde. Die Familie der Rüben zählt zu den ältesten Gemüsearten der Menschheit. Diese Knollen galten lang sogenanntes „grobes“ Gemüse. Nur die kleinen feinen Rübchen wie die Mairüben genossen einen besseren Ruf. Sie waren seit jeher Delikatessgemüse und spielten vor der Einführung des Erdapfels eine wichtige Rolle im europäischen Raum, gerieten dann aber in Vergessenheit. In Frankreich findet man sie aber nach wie vor auf jedem Markt, bei uns entdeckt man sie wieder. Die Rübchen galten übrigens als das Lieblingsgemüse von Johann Wolfgang von Goethe.

Die Verwendung ähnelt der des Kohlrabis. Für den Rohverzehr schälen, fein aufschneiden und ev. marinieren (Carpaccio), gekocht mit Schale zu verwenden; die Blätter sind wie Asiasalate roh als Salatbeigabe oder spinatähnlich verwendbar und haben einen würzigen Geschmack. In manchen Gegenden werden auch nur die Blattstiele als „Rübstiel“ gegessen. Für Rübstiel werden die Blätter der Mairübe meist gehackt und gedünstet zu Fleischgerichten serviert. Üblich ist auch eine Mischung mit Erdapfelpüree oder Stampferdäpfel.

Gekocht bzw. gedünstet passen Navets z.B. gut zu Fleischgerichten wie „Schweinsbradl“ und verleiht Eintöpfen und Suppen Geschmack. Auch gratiniert, paniert, mit anderen Wurzelgemüsen (und Olivenöl und Rosmarin) im Ofen oder in Risotto ist er verzehrbar. Seinen Geschmack entfaltet der Navet am Besten, wenn er gedünstet und anschließend mit Butter, Zucker und etwas Salz glasiert wird (siehe Rezepte). Auch mit gebratenen Zwiebeln und gedünsteten Äpfeln kombiniert wird er gerne zubereitet.

Der Navet ist reich an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß. Die Schale enthält einen relativ hohen Anteil an den gesunden Senfölen.

Mahlzeit!

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Die Apfelkrise

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir haben vorgestern wieder einmal sämtliche Äpfel in unserem Obstgarten geklaubt und dann zur nächsten Pressobst-Annahmestelle gebracht (wie so oft in dieser Jahreszeit). Stolze 500 kg brachten wir auf die Waage, dafür buckelten wir insgesamt 12 Stunden durch die Obstwiesen. Bekommen haben wir dann 6 cent pro Kilogramm, also 30 Euronen. Heraus kommt also ein Stundenlohn von 2,4 Euro nur für’s Klauben! Würde man in diese Rechnung noch die Zeit für das Hinbringen zur Annahmestelle und die gesamte Obstgartenpflege einbeziehen, geht der Stundenlohn dann in Richtung Null.

Gottseidank tun wir gern Obstklauben, zumindest bei so schönem Wetter wie diese Woche. Die Erzeugung von wertvollem Pressobst ist also eines unserer Hobbies.

Es gibt aber auch viele Bauern und Bäuerinnen in Österreich (und weltweit), die vom Obst leben und damit auch mit diesen Preisen leben müssen. Die tun uns leid, da sie sich mit Weltmarktpreisen herumschlagen müssen und kein CSA-Projekt als Stütze haben (Obst-CSA gibt es in Österreich bis dato leider noch nicht). Und wir verstehen sie, wenn sie die Äpfel erst gar nicht ernten, um nicht durch bezahlte ErntehelferInnen noch mehr Verluste zu machen. Tipp für die Zukunft an die Obsterzeuger: Stellt euren Betrieb auf eine regionale CSA um, so nehmen euch eure ErnteteilerInnen die Ernte zu einem fairen und stabilen Preis ab. (Aber zugegeben ist eine CSA-Gründung auch nicht jedermans Sache…)

Wie kommt nun so ein niedriger Preis zustande? (In anderen Jahren war er mit ungefähr doppelter Höhe aber auch weit entfernt von wertschätzend.) Wir glauben, dass doch die Russland-Krise mit dem Importstopp für Gemüse und Obst aus der EU den größten Einfluss auf den Preisverfall hat. Zuviel Obst ist am europäischen Markt, der Preis stürzt in den Keller. Natürlich kann es auch sein, dass die Industrie die Gunst der Stunde nutzt und noch niedrigere Preise zahlt, um ihre Gewinne zu maximieren. Jedenfalls wird spürbar, dass uns das globale Geschehen unmittelbar betrifft, auch wenn wir versuchen weitgehend regional zu wirtschaften. Und das Pressobst ist ja nur ein kleines Beispiel. Bauern und Bäuerinnen, die in tropischen Ländern Kaffee für den Weltmarkt produzieren, müssen seit Jahren noch viel größere Preisverfälle in Kauf nehmen.

Also Leute, besinnt euch auf stabile, regionale, überschaubare Kreisläufe, esst viel Äpfel (das ist saisonal!, siehe Rezepte), kauft sie von Bauern aus der Gegend, oder noch besser: Gründet CSAs! (Den Punkt mit dem CSA habt ihr schon erledigt…)

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Tomaten-Vielfalt

Liebe FreundInnen der Tomaten und des guten Geschmacks!

Die Tomaten-Hochsaison nehmen wir als Anlass, euch einmal unsere köstliche Sortenvielfalt näher zu bringen. Und vielleicht macht ja der eine oder die andere eine Tomatenverkostung, um uns seine Favoriten dann mitzuteilen?

Voriges Jahr haben uns übrigens wirklich einige ihre Lieblinge verraten mit dem Ergebnis, dass Geschmäcker verschieden sind…

Und noch eins soll zur Verkostung gesagt werden: Manche Tomatensorten sind spezielle Salat- oder Jausentomaten (also sehr gut zum Rohessen, aber zum Kochen zu wässrig oder zu klein), andere spezielle Saucentomaten mit viel Fruchtfleisch, andere wiederum ideal zum Trocknen (aber zum Rohessen weniger gut, da sehr trocken), und ein paar sind auch Allrounder.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Sorten sind der Größe nach aufgelistet:

Dattelwein“: Cocktailtomate, gelbe, kleine, saftige birnenförmige Früchte. Wenig Säure. Dekorativ. Rispen tragen bis zu 50 Früchte. Samen von Reinsaat.

Rote Traube“: Cocktailtomate, rote, oval-längliche Früchte, süß, eher fest. Robuste Selektion von Gärtnerhof Ochsenherz.

Zuckertraube“: Cocktailtomate, rote, süße, saftige Früchte. Samen von Arche-Noah-Erhalterin Regina Jungmaier.

Ruthje“: leuchtend rot, ca. 4 cm Durchmesser (wie große Cocktailtomate), Spitzerl gegenüber von Stängelansatz, leicht behaart, feste Frucht, tw. grüner Kragen. Wenn vollreif, sehr aromatisch. Allrounder. Züchtung dieser Sorte auf geringen Nährstoffbedarf, robust. Samen von Reinsaat.

Auriga“: mittelgroße, orange, sehr saftige Früchte. Zum Rohessen. Robust. Samen von Reinsaat.

San Marzano“: längliche, rote, kantige Früchte mit Spitzerl. Klassische italienische Saucentomate (Pelati), wenig Saft > auch gut zum Trocknen. Samen von Reinsaat.

Green Zebra“: grün-gelb gestreifte, mittelgroße Tomate, sehr saftig, zum Rohessen. Diese fast schon berühmte Sorte wurde von Tom Wagner (USA) in den 50er Jahren gezüchtet. Samen von Reinsaat.

Schwarze Birne“: birnenförmige, mittelgroße, dunkelrot-braun-grüne Frucht. Neigt zu Grünkragen. Allrounder. Leicht zu schälen. Kartoffelblättrige Blätter. Samen von Arche-Noah-Erhalterin Regina Jungmaier.

Ochsenherz“: große, rosarote, herzförmige, dünnschalige Tomaten. Neigt zu Grünkragen. Typische Fleischtomate (Einkochen, Saucen): also wenig Samen, viel zartes Fruchtfleisch, aber auch roh sehr gut. Samen von Reinsaat.

Russe bio“: sehr große, dunkelrote, flach-runde Fleischtomate. Allrounder, sehr gut zum Kochen. Samen von Tauschmarkt/Cocopelli.

German Gold“: riesige, gelb-orange-rote, flachrunde Früchte. Sehr dekorativ. Für Frischverzehr und zum Kochen. Samen von Reinsaat.

Zuerst haben wir versucht bei den Sortenbeschreibungen auch den Geschmack wiederzugeben. Als dann aber bei jeder Sorte „aromatisch“, „sehr gut“, „ausgezeichneter Geschmack“, etc. stand, löschten wir es wieder weg, da es ja an euch liegt, eure Lieblinge zu finden. Unser wichtigstes Kriterium bei der Sortenwahl ist auf jeden Fall der Geschmack…

Vielfältige Grüße,

Jonathan und Magdalena

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Unkraut politisch korrekt

Also Juni ist ja der Unkrautmonat schlechthin. Kaum haben wir uns an einem Ende des Gemüsefeldes den Urwalddschungel beseitigt, sprießt´s am anderen Ende schon wieder frisch und munter vor sich hin.

Heute nenn‘ ich euch mal unsere Hauptunkräuter, also die Hauptkonkurrenten eures Gemüses beim Namen, frei nach dem Motto „Man muss seine Feinde kennen.“:

Es beginnt gleich sobald der Schnee weg ist mit sämtlichen Grasbüscheln, die im Herbst irgendwie den Grubber und die Winterbegrünung überlebt haben. Geht dann schnell weiter mit massenhaft Taubnessel, weiteren Ungräsern, Franzosenkraut, Amaranth, Gänsefuß (Melde), Knöteriche (Vogel-, Floh-, Ampfer-), Kleb-Labkraut und Echter Kamille. Alles wahre Kraftlackeln, die unser geliebtes Gemüse im Nu überwachsen. Haben wir erst einmal irgendwann Ende Juni die ersten paar Generationen Unkraut im Griff, verdirbt uns die Hühnerhirse einen unkrauttechnisch relativ ruhigen Sommer, keimt bei jedem Wetter bis in den August hinein und wächst rapide zu Monsterpflanzen heran, die schwer auszureißen sind und Unmengen an Samen produzieren.

Manche Leute sagen ja, politisch korrekt darf man nicht „Unkraut“, sondern man muss „Beikraut“ sagen. Aber den Namen Beikraut verdienen unserer Meinung nach nur ein paar schwächliche, kaum störende Pflanzerl wie Ehrenpreis, Vergissmeinnicht, Hirtentäschel und Acker-Stiefmütterchen. (Letzteres ist mein Lieblingsunkraut (falls man sowas als Bäuerin überhaupt haben kann…), da es kaum stört, sich ganz leicht samt Wurzel ausreißen lässt und noch dazu ganz niedliche Blüten hat.) Selbst die flache, kleinblättrige Vogelmiere passt besser in die Kategorie Unkraut.

Und dann gibt es noch die sogenannten Wurzelunkräuter, die uns so manche Aggression hervorlocken, da sie einfach sehr sehr sehr hartnäckig und eigentlich nicht auszurotten sind: Acker-Kratzdistel, Quecke („Weißwurzn“) und Ackerwinde. Ampfer könnte auch sehr lästig werden, wir haben aber nur zählbare Exemplare.

Aber seien wir mal nicht so: Ohne unsere Unkrautkolonie würd‘ uns im Juni ja so furchtbar langweilig werden…

 

 

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Los geht’s! Frühjahrs-Vollversammlung 6.Mai

Auch unsere Lamperl freuen sich auf euren Besuch!

Auch unsere Lamperl freuen sich auf euren Besuch!

noch einmal die erinnerung an unsere frühjahrs-vollversammlung kommenden dienstag, 6. mai, 18:30 uhr bei uns am hof (ziegeleistr. 2, 4642 sattledt, 0650/4674552). dieser abend ist – wie schon im letzten email geschrieben – der einzige fixtermin, bei dem wirklich alle dabei sein sollten, da wir uns einige wichtige punkte gemeinsam ausmachen werden (budget, abholzeiten, eierbestellungen, etc.). sollte jemand absolut nicht kommen können, bitten wir eine vertretung zu schicken.

wer gerne schon mal sein wachsendes gemüse besuchen möchte, der kann gern schon eine halbe stunde früher kommen: um 18:00 uhr machen wir eine „guided tour“ am feld und im neuen folientunnel.
und eine kleine überraschung gibts noch: eine sattledter bauernfamilie wird heuer mit dem brotbacken beginnen und sich kurz vorstellen.
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Letzte Infoveranstaltung für 2014 – Herzliche Einladung!

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Herzliche Einladung zur nächsten Infoveranstaltung

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Nyéléni Regionaltreffen OÖ

cropped-bannerlogo-klein-für-wordpressDas Treffen möchte ProduzentInnen, KonsumentInnen und alle im Ernährungssystem involvierten Menschen in Oberöstereich vernetzen und gemeinsam an einem selbstbestimmten, regionalen, ökologisch und sozial verträglichen Agrarsystem arbeiten!
Wann:
22. Februar 2014 @ 14:00 – 17:00
Wo:
Uni Linz (Managementzentrum)
Altenbergerstraße 69
Johannes Kepler Universität Linz,4040 Linz
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Kommt alle zur Infoveranstaltung!

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Infoveranstaltungen in nächster Zeit…

In den kommenden Wochen laden wir gemeinsam mit Familie Windischbauer aus Ried/Tr. (Gemeinschaftsgarten und Freilandschweine) zu einigen Infoveranstaltungen recht herzlich ein! Hier die Infos:
Flyer Biofaire Lebensmittel
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Lust auf bio-faire Lebensmittel aus der Region? 3 Projekte zum Mitmachen stellen sich vor
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An alle Menschen, …
  • … die Bio-Lebensmittel mit Geschmack kochen & essen wollen!
  • …die wissen und erleben wollen, wer wo und wie ihre Lebensmittel herstellt!
  • … die regionale Bauern mit einem fairen Preis unterstützen wollen!
  • … die Lust darauf haben Mitverantwortung für die eigene Lebensmittelversorgung zu tragen!
  • … die eins oder alle 3 der folgenden Projekte kennenlernen möchten!
CSA gemüsefreude
Gemüsekistl, die fair-wurzeln
Garten EDEN
gemeinsam selbst versorgen, gemeinsam Werte neu leben
Sauwohl-Patenschaft
Schweinefleisch aus Freilandhaltung
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Herzliche Einladung zu den kommenden INFO-VERANSTALTUNGEN:
* 13. Februar 2014, 19:30 Uhr im Schlachthof Wels
* 8. März 2014, 14:00 Uhr im Garten EDEN, Ried/Trk.
* 18. März 2014, 18:30 Uhr am Hof der gemüsefreude, Sattledt
* 5. April 2014, 19:00 Uhr im Programmkino Wels (inkl. Film „Voices of Transition“)
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Auf Ihr / Dein Kommen und aufs Weitersagen unserer Einladung freuen Sich
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Bettina & Franz Windischbauer                  Magdalena Mayr & Jonathan Martin
    Garten EDEN, Sauwohl                                                   gemüsefreude
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Freie Plätze für 2014

OLYMPUS DIGITAL CAMERADa wir nächstes Jahr wieder etwas mehr Leute mit Gemüse, Kräutern und Obst versorgen wollen, haben wir wieder Plätze für 2014 frei.

Interessierte GemüsefreundInnen können sich gern jederzeit bei uns per Email (gemuesefreude@gmx.at) oder Handy (0650/4674552) melden.

Wir freuen uns auf euch!

 

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Wozu „Gründüngen“?

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuf abgeernteten, freien Beeten säten wir in letzter Zeit laufend Gründüngungen. Und da Gründüngungen in der biologischen Landwirtschaft etwas wirklich Wichtiges für die Bodenfruchtbarkeit sind, erzählen wir euch heute was darüber.

„Gründüngen“ heißt in unserem Fall, dass wir einfach dort, wo gerade kein Gemüse wächst, andere Pflanzenarten anbauen. Diese anderen Pflanzen, wie z.B. Kleearten, Wicken, Hafer, Winterstaudenroggen, Senf, Phacelia, Buchweizen, Sonnenblume, Malve, Dill, usw., „helfen uns den Boden zu pflegen“, indem sie:

  • die Wucht des Aufpralles der Regentropfen mindern. Außerdem befestigt die Pflanzendecke und schützt dadurch kahle Flächen vor Erosion, Nährstoffauswaschung, Verschlämmen und Verkrusten.
  • das Bodenleben aktivieren. Bodentiere wie der Regenwurm, die Assel und sämtliche Mikroorganismen fressen abgestorbene, angerottete Pflanzenteile der Gründüngung und schaffen mit ihren Ausscheidungen fruchtbaren Boden und eine stabile Bodenstruktur.
  • mit ihren Wurzeln den Boden tiefgründig lockern und den wertvollen Humusanteil erhöhen. So kann der Boden mehr Wasser speichern und wird besser durchlüftet. Einige Pflanzen sind sogar in der Lage, Bodenverdichtungen aufzubrechen.
  • Nektar und Blütenstaub für viele Insekten bieten, wenn man die Pflanzen bis zur Blüte stehen lässt (wie z.B. in unserem Blühstreifen).
  • den Boden beschatten, vor allzu großer Verdunstung schützen und für ein ausgeglichenes Bodenklima sorgen.
  • den Boden natürlich düngen: Leguminosen (wie z.B. Klee, Wicken, Lupinen) reichern den Boden über ihre Knöllchenbakterien in den Wurzeln mit Stickstoff an.
  • unerwünschte Unkräuter unterdrücken.

Das hört sich jetzt alles superduper an, und das ist es auch, aber dann kommen oft in der Praxis ganz unerwartete Herausforderungen daher: Zur Zeit sind das sehr herausfordernde Schnecken, die die meisten frisch gesäten Gründüngungen einfach köstlich finden und ziemlich ratzeputz verspeisen… Aber ja, wir versuchen’s weiterhin.

Wir säen übrigens auch Gründüngungen auf Bracheflächen über eine ganze Saison, um die Fruchtfolge aufzulockern und den Boden wieder optimal „fit“ zu bekommen für die nächste Gemüsesaison.

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Gurke ist nicht gleich Gurke

gurkenvielfaltDieses Jahr haben wir unseren Vielfaltsschwerpunkt auf die (Freiland-)Gurken gesetzt und aus allen möglichen Richtungen Samen bestellt. Einerseits ist es spannend (und von euch laut Evaluation gewünscht) ab und zu wieder einmal neue Sorten kennenzulernen, andererseits haben wir gedacht, dass wir mit verschiedenen Sorten den Gurkenpeak etwas ausgleichen können; Dass also nicht alle Gurken auf einmal reifen, sondern über einen längeren Zeitraum. Wir haben sogar Samen von Gurken bekommen, die bis Weihnachten lagerbar sein sollen, mal schauen… Im Folgenden werden wir kurz unsere heurigen Sorten vorstellen. Die Gurken, die gut gedeihen und euch schmecken, werden wir dann nächstes Jahr auch wieder anbauen. Ihr könnt uns gern jederzeit eure Präferenzen mitteilen!

Gergana“: Hauptsorte im bulgarischen Freilandanbau. Bildet lange, schlanke, dunkelgrüne Früchte, zart, nicht bitter, muss nicht geschält werden.

Poona Kheera“: Aus der Gruppe der sogenannten Indischen oder Russischen Gurken. Robust, bei Vollreife ca. 20 cm lang und 10 cm dick. Jung grün bis gelb, später braun gefärbt mit charakteristischer schuppiger, brauner Maserung. In Vollreife lagerbar. Geschmack säuerlich-frisch. Eventuell am Stielansatz leicht bitter, großzügig wegschneiden und schälen.

Indische Gurke“: Ähnlich wie Poona Kheera, etwas größer.

Apple Sikkim“: Russisch-/indischer Gurkentyp, alte Sorte aus dem Himalaya. Kleine, ovale Gurke (6-7 cm lang), braun-genetzte Haut (schälen), kurzzeitig lagerbar, nicht bitter.

Kaiser Alexander“: Gleich wie „Apple Sikkim“, aber russische Herkunft und längere Früchte (ca. 15 cm).

Blanc de Bonneuil“: Französische alte Sorte. Weiß, länglich, normalgroß, leicht gebogen, leicht stachelige Oberfläche, schälen.

Sachikaze“: Japanische Sorte, sehr lang, gebogen, schmal und stachelig geformte Oberfläche. Ausgezeichnet zum Rohessen, muss keinesfalls geschält werden.

Crystal Apple“: Weiße-cremefarbene Sorte mit leichten grünen Streifen, die bei zunehmender Reife gelb werden. Zitronenähnliche Form (oval, klein). Globale, alte Gurkensorte mit interessanter Geschichte: ursprünglich aus China, 1894 in Amerika eingeführt, in Australien schon um 1838 etabliert,1920 in Australien eingeführt, später in Europa.

Haussorte Freiland lang“: Vermehren und selektieren wir selbst schon einige Jahre. Sehr freilandtauglich. Mittellange, eher dicke, grüne Früchte. Muss nicht geschält werden.

Haussorte Freiland kurz“: Gleich wie „Haussorte Freiland lang“, aber kürzere Früchte.

Haussorte Zitronengurke“: Vermehren und selektieren wir selbst schon einige Jahre. Sehr freilandtauglich. Zitronenförmig (klein, rund, gelblich, daher der Name). Sehr gut zum Rohessen (auch Kerne), muss nicht geschält werden.

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